Klassenausflug

12.07.2013 13:21

Eine Exkursion der anderen Art – einmal mit der Klasse Segelfliegen

 

Am 21. Juni 2013 stand unserer Klasse eine ganz besondere Exkursion bevor. Das Ziel lautete Flugplatz Kamenz, wo wir die einmalige Gelegenheit bekommen sollten, mit einem Segelflugzeug zu fliegen.Der Tag begann für uns mit Warten im Regen, denn der Zug hatte Verspätung, sodass wir auch unseren Bus in Kamenz verpassten. Aber auch das hatte am Ende etwas Positives, denn, als wir endlich am Flugplatz in Kamenz ankamen, hatten sich die Schlechtwetterwolken verzogen. Die Sonne kam raus und alle waren glücklich, dass das Segelfliegen doch nicht ins Wasser fiel.

 

Anni, die Schwester unseres Klassensprechers und selbst Segelfliegerin, empfing uns und führte die Klasse erst mal eine Runde über den Platz. Sie zeigte uns die verschiedensten Segelflugzeuge. Von kleinen älteren Übungsflugzeugen bis hin zu größeren neuen Privatseglern, war alles vertreten.Als Nächstes erhielten wir eine kleine Einweisung, wie das Segelfliegen ablaufen sollte. Da kamen die ersten Unsicherheiten auf. Ist Segelfliegen wirklich so gefährlich, dass man einen Fallschirm tragen muss? Könnte nicht das dünne Drahtseil der Winde reißen, das uns in die Luft zieht? All diese Bedenken wurden von Anni schnell aufgelöst. „Bei uns ist noch keiner zu Schaden gekommen. Die Fallschirme sind ja nur für den Notfall.“, sagte sie. Und was das Drahtseil betrifft meint sie nur mit einer lässigen Handbewegung: „Es kann schon mal vorkommen, dass es reißt, aber das ist nicht schlimm. Die Piloten wissen, wie sie in solchen Situationen handeln müssen.“ Nach Beendigung der Theorie gingen wir nun in die Praxis über. Natürlich wollte keiner mehr als Erstes fliegen und bestimmten wir Frau Marasas, unsere Lehrerin, als erste Flugschülerin. Mit genügend Sicherheitsabstand beobachtete die Klasse, wie ihr der Fallschirm angelegt wurde und das Segelflugzeug schließlich samt unserer Klassenlehrerin und dem Piloten von der Winde rasant in die Lüfte gehoben wurden. Nun waren wir alle der Reihe nach dran. Da der Fliegerclub uns zwei Flugzeuge zur Verfügung gestellte hatte, konnte sich ein Schüler immer schon auf seinen bevorstehenden Flug vorbereiten, während der andere Segler startete. Dies verlief nicht immer ganz glatt, denn teilweise brachten die Windböen das Segelflugzeug ordentlich in Schieflage. Doch die Piloten schienen ihr Handwerk wirklich zu verstehen und am Ende sahen wir die Segler ruhig am Himmel schweben.So ging es drei, vier Stunden. Ein paar von uns hatten an Decken gedacht und wir setzten uns an den Rand, schauten zu, ließen uns die Sonne ins Gesicht scheinen und werteten mit denen, die schon geflogen waren, ihre Eindrücke aus. Dabei wir uns fast alle einig waren, dass es ein super Erlebnis war und wir sofort nochmal fliegen würden. War ein Segelflugzeug nach 7-8 Minuten in der Luft gelandet, so stiegen immer ein paar von uns mit in den Trabi und fuhren mit Max, ebenfalls ein Mitglied des Vereins, den Segler holen, um ihn wieder auf Startposition zu rangieren. Außerdem hatten wir die Möglichkeit, während der Wartezeit Tischtennis zu spielen.
Nachdem auch der Letzte sicher gelandet war, machte sich unsere Klasse glücklich auf den Heimweg. An dieser Stelle möchten wir uns sehr beim Fliegerclub Kamenz für die Ermöglichung dieses außergewöhnlichen, aber sehr lohnenswerten Ausflugs bedanken. Vielleicht können ja einige Schüler im Rahmen des Unterrichts des naturwissenschaftlichen Profils in Klasse 10 nochmal vorbeischauen...

 

Teresa Bracklo (Gymnasium Dresden Klotzsche)

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