Piratpokal 2010

Team Kamenz in Görlitz

Vom 10. bis 16. Juli 2010 fand auf dem Görlitzer Flugplatz der zweite Görlitzer Piratpokal und der erste Landskron-Gliding-Cup statt. Team Kamenz reiste mit 2 Piraten und dem Puchacz an. Die Crew bestand aus Alex Deutscher, Flo Heilmann, Max Heilmann, Wolfgang Dietz und der Edelhelferin Anja Werberger.

Dies sollte der erste Wettkampf für Alex und Florian werden. Es reisten vornehmlich Teilnehmer aus Sachsen, aber auch Teilnehmer aus Karlsruhe an. Ansonsten setzte sich das Teilnehmerfeld in der Piratklasse zum Großteil aus Streckenflug-Élèven zusammen. Schon der erste Tag begann beschaulich: Gemeinsames Frühstück, Briefing und das Wetter – es sollte blau werden. Der Tag begann auch wirklich schwer. Nachdem Wolfgang und ich uns 2 Stunden im Blauen mit Basis 700-900m quälten (als Wetterflieger) landeten wir. Im Nachhinein ein fataler Fehler. Die restliche Piratklasse beschloss gemeinsam zu fliegen. Also begaben sich unsere beiden Jungs und Daniel Kleinpeter aus Görlitz zusammen auf den Weg.Um 14:40 Uhr verließen sie das Platzgebiet bei einer Basis von nur 800 Metern – „dass konnte ja was werden“ dachten sich die Jungs, doch die Basis stieg im Tagesverlauf auf bis zu 2500m an, alle drei kamen rum, ein Riesenerfolg und am ersten Tag Tagessieg für Alex.Hochmotiviert gingen wir in den zweiten Wettkampftag, diesmal war die Basis schon vielversprechender und wir trauten uns die Sektoren weiter auszufliegen, als am Vortag. Ein Fehler! Gegen 16:00 Uhr ging nichts mehr, es gab drei Außenlandungen. Allein der Puchacz kämpfte sich nach Görlitz zurück, obwohl das Kämpfen einem hoffnungsvollen Gleiten glich.Am nächsten Tag wurden wir von Gewittern überrascht, da hieß es schnell die Holzflugzeuge abrüsten und so weit es ging in die Halle räumen. In den Regenpausen wurde der Wettkampf auf den Volleyballplatz verlagert. Welcher in einem spannenden Finale zwischen Team Alex/Alex(Deutscher und Wettbewerbsleiter) und Team Heilmann endete. Schließlich hatte Team Alex/Alex die Nase leicht vorn.

Dafür versprach der 14. Juli viel, sodass Strecken zwischen 250 und 470 km ausgeschrieben wurden. Auf dem ersten Schenkel Richtung Altes Lager ging es unter den Wolkenstraßen mit wenig Kurbeln noch ausgezeichnet, doch auf dem Zweiten hatten wir schon zu kämpfen. Jugendlicher Leichtsinn hielt alle davon ab rechtzeitig zu wenden. Stattdessen sind alle Bis Eisenhüttenstadt geflogen. Für die Piraten endete dort der Flug. Wolfgang und ich kämpften uns über Guben, Preschen, Neuhausen noch nach Klix. Immerhin standen da 400km mit dem Puch auf der Uhr. Für uns beide ein Riesenerlebnis. Nach unsrem Rückschlepp begaben sich alle auf die Rückholtouren. Hier möchte ich den Görlitzern noch mal danken, dass sie Flo aus Eisenhüttenstatt geholt haben.
Wolfgang und ich holten Ulrich, ein Teilnehmer der Clubklasse, aus Neuhausen. Um vier Uhr morgens kamen die letzten Rückholtouren wieder auf dem Flugplatz Görlitz an, daraufhin wurde der nächste Tag für die Pirat-Klasse gecancelt. Die Clubklasse flog Strecken zwischen 235 und 565 km.Am letzten Tag sollte es in die Sächsische Schweiz gehen. Leider wurde diese Aufgabe aufgrund sich abzeichnender Blauthermik und sinkender Basis gecancelt und in eine Racing-Task von 135km abgeändert, die ohne Außenlandungen bewältigt wurde und wir alle wohlbehalten und pünktlich die Abschlussfeierlichkeiten begehen konnten.Am Ende standen auf Platz 1 und 2 Kamenzer Piloten. In einem sehr spannenden Finish konnte sich das Puchacz-Team vor Flo und Daniel platzieren.
Alles in allem war der diesjährige Piratpokal ein gelungener Einsteigerwettbewerb, der mehr Streckenfluglehrgangscharakter als Wettkampfcharakter hatte, bei dem man sich sowohl in der Clubklasse in entspannter Atmosphäre messen, als Frischlizenzer viel von erfahrenen Piloten lernen, oder einfach nur als Liebhaber von Holzflugzeugen an einen Wettkampf teilnehmen konnte. Zudem hat eigentlich jeder Flugschüler in seinem Verein die Möglichkeiten mit einem günstigen Flugzeug, welches er noch aus seiner Ausbildung kennt erste Streckenflugerfahrungen zu sammeln und viel von erfahrenen Piloten aus der Clubklasse zu lernen. Ich wünsche dieser Wettbewerbsidee auch in den nächsten Jahren steigende Teilnehmerzahlen und werde mit Sicherheit auch im nächsten Jahr wieder dabei sein. Ich denke für alle war dieser Wettbewerb ein großer Erfolg.

Ein großer Dank geht an Anja, die uns die gesamte Zeit bestens unterstützt hat.
 

Max Heilmann

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