Heidepokal 2010

Bericht

17.08.2010 01:48

Leider war in Roitzschjora nur UMTS verfügbar. Wir dachten zwar auch damit wäre eine tägliche Berichterstattung möglich, doch oftmals hatten wir nur Scheckentempo-Internet und damit wäre es zur Qual geworden. In der Fotogalerie findet ihr nun viele Bilder und hier der nachträgliche Bericht.

Mittwoch, 28.07. – Anreise
Es ist mal wieder soweit. Der Heidepokal steht vor der Tür und auch einige Verrückte aus Kamenz machen sich wieder auf den Weg. Dieses Jahr ist sogar eine Wilga mit von der Partie. Kausche und Brigitte machen sich bereits heute auf den Weg. Schon praktisch wenn man in den Urlaub will und Platz für tausend Sachen hat.                         


                              
Kausche mit seinen beiden Lieblingen!

Donnerstag, 29.07. – Anreise, Eröffnungsbriefing
Da weder gestern noch heute das Wetter streckentauglich ist, machen wir uns ganz gemütlich auf den Weg. Wir, das sind: Der TimTom mit Katrin und die LG sowie der Blondi mit Claudi und LSF. Wir freuen uns auf einen schönen Urlaub. Die Jungs natürlich auf viele Flugtage und die Mädels auf viele Badetage. Eine kleine Premiere sei noch zu erwähnen. Die LSF ist zum ersten Mal mit neuem Anhänger unterwegs. Wir sind gespannt, ob sich dieser im täglichen Wettbewerbsleben bewähren wird. Auf der Autobahn hat man ihn zumindest kaum gemerkt. Unsere Unterkunft haben wir wieder traditionell beim Eilenburger Fallschirmsprungverein. Im Vergleich zu Zeltplatz und Sanitärcontainer ist das Vereinsheim purer Luxus. Um 20Uhr fand das Eröffnungsbriefing statt. Mal wieder in wundervoller „Gertscher“ Manier. Man muss es einfach erlebt haben.

Freitag, 30.07. – 1. Wertungstag
Wir fliegen. Obwohl das Wetter eher inhomogen war, fanden wir Dank guten Teamflugs die schnellen Spuren und starteten mit einem super Ergebnis in den Wettbewerb. 1.Platz für Tom und 7. für den Index geplagten Blondi. Nur das Landen mit 130 Flugzeugen auf einer Wiese, ist mal wieder ne spannende Sache. Und vor allem schön anzusehen wenn die offene Klasse tief anfliegt.


                                       Glückwunsch!

Samstag, 31.07. – 2. Wertungstag
Wir wären so gerne um Berlin geflogen. Schade. Wettbewerbsleiter Heiko Rabold meinte dazu:„Ich habe die Anhängertechnik gesehen…, und deswegen lassen wir das lieber.“ Das trifft uns hart, haben wir doch extra den neuen Anhänger dabei. Nachdem wir nun mit der Anhängertechnik vertraut sind, kann man sagen, dass er ´ne echte Verbesserung ist. Und man erkennt ihn so schön unter all den langweiligen weißen Anhängern.

                                             Die LS4-Stellung

Zum Fliegen. Bei Hammerwetter 471km Racing südlich Berlin über Theessen und Rothenburg. Auf dem Weg nach Osten treffen wir den Pirat 75 und bei Schwarze Pumpe Sveni im Bocian 43. Kurze Heimatgefühle. Weiter gehts. Noch schnell nach Rothenburg und dann wieder zurück zur Ziellinie Ost. Resümee: Für uns lief der Flug soweit recht gut. An einigen Stellen hätten wir noch mehr Gas geben können, und landen mit einem 87er Schnitt im Mittelfeld. Wir sind zufrieden, schließlich steht nach der Landung schon das Essen auf dem Tisch! Es gibt Schnitzel auf Wunsch einer einzelnen Dame. Echt toll unsere Bodencrew. Da kann man gar nicht anders als nach Hause kommen.


                                     Der Blick vom Badesee

                       Freizeitbeschäftigung von angehenden Architektinnen

Sonntag, 01.08. – Neutralisiert
So, es ist Sonntag. Da soll man bekanntlich ruhen. Gesagt, getan.
Die Front rückt näher, den ersten Nieselregen gab es auch schon. NEUTRALISIERT!
Heute werden wir uns mal bemühen unsere Flächenbelastung etwas zu erhöhen. Eisbecher wir kommen. Getreu dem Motto: Jeden Tag ein Eis.

Montag, 02.08. – Neutralisiert
Da die Clubklasse vorne steht, müssen wir warten. Alle anderen sind bereits neutralisiert und machen „Urlaub“. Wir warten bis 12:00 und verbringen die Zeit beim Kubb spielen. Das Spiel fand dann aber ein schnelles Ende als ein übermütiger Werfer, sich den Zeh seiner Liebsten als Ziel aussucht. Aber etwas Eis zum Kühlen, verhalf schnell zur Besserung. Langsam blinzelt die Sonne durch und ansatzweise bilden sich lokal ein paar Cumuluswolken. Müssen wir doch noch ran? Gegen 13:30 fällt dann die Entscheidung. Neutralisiert. Zum späten Nachmittag sieht die Optik zwar fast gut aus. Hätte man vielleicht doch fliegen sollen. Das Bimmeln des Eismanns lässt diesen Gedanken schnell verschwinden.
Zum Abend wird auch die neue Shisha eingeweiht.


                                          Das seien nix gut.

                                         Aber machen lustig.
                     (Kleiner Insider: Die goldene Rolle ist keine Lakritze.)

Dienstag, 03.08. – Neutralisiert
Startbereitschaft 12Uhr. Obwohl klar ist, dass dieses Spiel am Boden im Regen enden wird, machen alle mit. Naja, irgendwie muss man die Massen bei Laune halten, bzw. beschäftigen.

    Hauptsache der Propeller dreht sich. Bleibt die Frage. Solar-oder Windantrieb.


                          Auch die OMI fährt wieder nach Hause.

Mittwoch, 04.08. – 3. Wertungstag
Abgeschirmte und breitlaufende Cu-Thermik laden zu 300km Racing. Ziemlich sportlich. Doch das eingespielte Team trifft gute Entscheidungen, und kommt schnell voran, wovon auch einige ungewollte Dauergäste profitieren. Nur der letzte Schenkel nach Hause war nochmal ziemlich spannend. Da hat die Thermik auch kurz das enge Team auseinandergerissen, aber an der Ziellinie gab es ein freudiges Wiedersehen.

                               Miteinander ist einfach schöner.

Damit können wir den Quali-Platz für Tom weiter sichern. Highlight des Tages: Der Eismann kommt zu den Anhängern. Und wir können direkt nach der Landung unsere Belohnung genießen. Und unser Helferteam ist sowieso das Beste der Welt.

                         So oder ähnlich stelle man sich das Paradies vor!

Die Analyse der Flüge der Tagesbesten zeigt, dass sie im Endanflug wirklich ins "Nichts" geflogen sind. Entweder hat es noch getragen und man erreichte knapp die Ziellinie oder es kam nochmal ein schwacher Bart 10km vor der Linie, der die fehlenden Meter brachte. Wir entschieden uns für den nördlichen Umweg, der noch einige brauchbare Wolken hatte. Aus flugtaktischer Sicht auch im Nachhinein die richtige Entscheidung. Er war zwar 10 Minuten langsamer, brachte uns aber sicher nach Hause. Denn auf dem Feld vor der Ziellinie zu liegen, ist einfach doof.

Donnerstag, 05.08. – 4. Wertungstag, Helferfliegen
Wir stehen ganz hinten und haben 250km Racing aufm Zettel. Klingt erstmal nicht viel, wäre da nicht dieses Wetter. Nach dem Auskuppeln bekommen wir direkt Regentropfen auf die Haube. Das wird ein Spaß werden. Schwierig und inhomogen sind geschmeichelt. Wir haben selten so wechselhafte Bedingungen erlebt. Zum Abflug alles dicht, dann Auflockerung, dann gar keine Wolken unter hoher Abschirmung, dann kurzzeitig gute Cu-Thermik, dann Blauthermik und dann wieder abgeschirmte Wolkenthermik. Leider waren wir an der letzten Wende aufgrund des ohnehin schon schwachen Wetters zu zaghaft, und damit zu spät dran. Letztlich fehlten 500 Höhenmeter zur Heimkehr und eine Kontrollzone stand im Weg, zur rettenden letzten Wolke. Schade. Somit durften wir auf nem schönen Getreidefeld bei Annaburg (Was übrigens der Geburtsort von Hummel ist. Haben wir aber erst hinterher erfahren) nördlich Torgau landen. Tom wollte dieses Feld wegen dem Schloss in der Stadt und dem riesigen goldstrahlenden frisch geernteten Getreidefeld. Man wills ja auch bisschen schön haben. Übrigens: Hat ein Getreidefeld helle und dunkle Streifen, und stehen bei den dunklen Streifen Traktoren mit Anhänger, sollte man die hellen Streifen nehmen. Die riechen nämlich besser.
Kaum standen wir am Boden haben wir die Wohl symbiotischste Beziehung zwischen Mensch und Traktor bewundern dürfen. Einmalig.


           "Seit zwansch Johren, habsch an dem Ding nischt gemacht."

Unsere Rückholer kamen nach einigen Hindernissen an der Fähre dann auch bald an. Nochmals vielen Dank.

                          Premiere: Brigittes erste Rückholtour

Helferfliegen: Während wir auf Strecke waren, durften die Mädels mit Kausche Wilga fliegen. Für alle ein Erlebnis. Kausche erzählte ganz stolz, dass die anderen Schlepppiloten ziemlich neidisch waren.


  Ein guter Flugkaptitän kontrolliert den richtigen Sitz der Gurte seiner Passagiere.


                                      Kausche: Stolz wie Bolle!

Freitag, 06.08. – Neutralisiert
Wie erwartet wurde auch an diesem Tag nicht geflogen. Zum Glück, aus Sicht der Mädels. Katrin war etwas krank und hat den halben Tag geschlafen und Claudi kam nun endlich ins Erlebnisbad Maya Mare nach Halle(Richtung Merseburg). Sehr empfehlenswert.
Am Abend hatte Claude(einheimischer Schlepppilot(D-EILB) etwas Leckeres für uns gekocht und wir verbrachten einen schönen Abend in geselliger Runde und schönen Geschichten. Wir wissen zum Beispiel jetzt, warum Kausche Kausche heißt, und wie er seine "Stoni-Einweisung" bekommen hat.


                                        Ein sehr schöner Abend

Samstag, 07.08. – Neutralisiert
So schlecht war das Wetter zum Heidepokal noch nie. Nur 4 Wertungstage ist eine magere Ausbeute. Leider blieb uns auch so die Chance verwährt, nochmal auf einen Quali-Platz anzugreifen. Am letzten Wertungstag kam leider nur die glückliche Hälfte rum. Da wir in der anderen Hälfte waren rutschte Tom auf Platz 12 in der Gesamtwertung. DM ade. Egal. Wer will schon Ende August im Schwarzwald im kalten Zelt hocken. Wir nutzten den Tag um die Abreise vorzubereiten, und haben auch nochmal die Flieger aufgerüstet und wieder alles sauber und hübsch gemacht. Beim gemütlichen Getränk zum Abschlussabend ließen wir den Wettbewerb ausklingen und freuten uns über den schönen Urlaub und die guten fliegerischen Ergebnisse.

                 Wer mal die Chance hat,sollte sie nutzen. Lothar hat ne
                           wirklich spannende Lebensgeschichte.

Sonntag, 08.08. – Abreise
Alle wieder heil und happy in Kamenz angekommen, ohne unnötige Berührungen mit Fahrbahnbegrenzungen.
Nochmal großen Dank an unsere Mädels, die tolle Versorgung durch Brigitte und Kausche, und alle anderen die uns immer so lieb unterstützen.

Team LG und LSF



 

 


 

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